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Schiefhals/Kiss-Syndrom

In Fachkreisen werden der Schiefhals (Torticollis) und das Kiss-Syndrom

strikte getrennt. Wir haben der Einfachheit halber beide Themen zusammengenommen, da sie miteinander ‚verwandt‘ sind. 

Der Schiefhals (Tortikollis) und das Kiss-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie Störung) sind funktionelle Störungen im oberen Halbwirbelbereich. Die Störung kommt durch eine Blockierung im oberen Nackenbereich oder durch eine einseitige Muskelverkürzung im Hals zustande. Dies hat zur Folge, dass das Baby automatisch eine schmerzvermeidende Haltung einnimmt. Es dreht und neigt den Kopf bevorzugt auf eine Seite und/oder überstreckt sich nach hinten. Der Körper nimmt eine asymmetrische Haltung ein. Oft sind diese Symptome für Eltern aber nicht offensichtlich.

Symptome 

  • Schiefhaltung des Kopfes

  • Asymmetrie der Bewegung von Armen und Beinen

  • Einseitige Abflachung am Hinterkopf

  • Asymmetrie im Gesicht (z.B. ein kleineres Auge)

  • Kind kann nicht auf beiden Seiten gleich gut gestillt werden

  • Dreimonats-Koliken bzw. ‚unbegründetes‘ Schreien

  • Übermässiges Sabbern

  • Schlafstörungen

Ursachen 

Die Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt. Es werden verschiedene Theorien diskutiert.

  • Platzmangel in der Gebärmutter (intrauterine Zwangshaltung), z.B. bei grossen Babys, Zwillingen, Querlage etc.

  • Verzögerte, traumatische Geburt, z.B. Zange, Glocke

  • Sehr schnelle Geburt

  • Genetisch

  • Nabelschnurumschlingung (selten)

Was Sie selbst tun können

  • In Rückenlage eine gerollte Windel unter den Kopf oder die Schulter auf der Seite zu der das Baby vermehrt hinschaut. So wird gefördert, dass das Baby den Kopf auf seine ‚schlechte‘ Seite dreht 

  • Seitenlage (auf die unbeliebte Seite) mit Rückenstütze.

  • Beim Stillen die ‚schwache‘ Seite stimulieren (öfters dort anlegen).

 

Behandlungen

Ca. 10 % aller Babys weisen eine solche Asymmetrie auf. Nicht alle Babys mit dieser Störung sind Schreibabys. In den meisten Fällen wächst sich das Problem in den ersten Lebensmonaten aus. Durch Lagerungshilfen der Eltern oder durch Physiotherapie kann eine Normalisierung unterstützt werden.

 

Bei ausgeprägtem Schiefhals oder bei Babys mit Schiefhals kombiniert mit massiven Schreiphasen, empfiehlt sich eine frühe Behandlung. Wird in hartnäckigen Fällen die Störung nicht rechtzeitig behoben, kann sich die Deformation irreversibel (nicht rückgängig machbar) verfestigen.

 

Mögliche Therapien:

Physiotherapie

Chiropraktik

Manualtherapie

Osteopathie