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Ostheopathie

In welchen Fällen kann die Osteopathie einem Schreibaby helfen?

Wenn die Ursache eine funktionelle Störung ist, d.h. im Körper bzw. den Körpersystemen Spannungen erkennbar sind, durch welche Ursache auch immer hervorgerufen, kann die Osteopathie helfen. 

Wie sieht eine osteopathische Behandlung beim Baby aus? 

Im Prinzip folgt die Behandlung beim Baby dem grundlegenden osteopathischen Vorgehen, alles ist jedoch wesentlich sanfter und häufig auch spielerischer. Dazu kommt, dass ein erfahrener Kinderosteopath das Baby in verschiedenen Positionen behandeln kann, zum Beispiel beim Tragen, während

des Stillens usw. 

Tut das meinem Baby weh? 

Nein, die Osteopathie ist grundsätzlich eine schmerzfreie Behandlungsmethode. Eine mögliche Reaktion auf die Behandlung könnte hingegen eine etwas unruhigere Phase

beim Kind sein. 

 

Welche Risiken bestehen bei dieser Behandlung? 

Keine. Allerdings muss der Osteopath gerade bei Babys darauf achten, dass keine schweren Pathologien (Schmerzbilder) übersehen werden oder diese durch die Behandlung beeinflusst, bzw. unterdrückt werden. 

 

Wie oft ist eine Behandlung nötig? 

Das ist ganz von der individuellen Problematik abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden. In der Regel sind – je nach Befund und Anamnese – ein bis sechs Behandlungstermine zu erwarten, wobei die ersten Behandlungen zeitlich enger aufeinander folgen, die späteren Termine eher in grösseren Abständen.

 

Kann jeder Osteopath Babys/Kleinkinder behandeln?

Grundsätzlich ja, da die allgemeine Osteopathieausbildung

auch die Behandlung von Kindern beinhaltet. Allerdings ist es

wie überall: wer sich auf etwas spezialisiert, verfügt mit der Zeit über einen wesentlich höheren Erfahrungshorizont und Kenntnisstand. Das heisst: Ein Osteopath, der mehrheitlich oder ausschliesslich Kinder und Babys behandelt und zudem eine Zusatzausbildung zur Kinderosteopathie bzw. eine pädiatrische Osteopathieausbildung besitzt, verfügt in der Regel über einen wesentlich weitreichenderen Erfahrungshorizont. Bei komplexen Fällen ist daher der Besuch eines Kinderosteopathen empfehlenswert. 

 

Wieviel kostet eine Behandlung? 

Der Schweizer Verband für Osteopathen schreibt zurzeit einen Kostenrahmen von 120 bis 160 SFR pro Stunde vor. Alle beim Verband registrierten Osteopathen müssen sich an diesen Tarifintervall halten. 

 

Wird eine Behandlung durch die Krankenkasse bezahlt?

Fast alle Schweizer Krankenkassen vergüten osteopathische Behandlungen heute über entsprechende Zusatzversicherungen. Die Höhe des Rückerstattungsbetrages ist jedoch von Kasse

zu Kasse unterschiedlich geregelt. Der Verband weist daher immer wieder darauf hin, dass der Patient bezüglich einer Kostenrückerstattung kurz persönlich und vor der Behandlung mit der Krankenkasse Rücksprache halten sollte.

Auf der Webseite des Verbandes findet sich eine aktuelle Auflistung der Vergütungssätze und -bedingungen der wichtigsten Schweizer Kranken-/Gesundheitskassen. 

 

Kann man die Osteopathie mit einer anderen Behandlung
(z.B. Chiropraktik) kombinieren? 

Das ist möglich, kann in bestimmten Fällen sogar von Vorteil sein. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass eine Kombination nicht dazu führt, dass die Wirkung der osteopathischen Behandlung beeinträchtigt wird, bzw. nicht mehr eindeutig erkannt werden kann. 

 

Wie lange dauert die Ausbildung zum Osteopathen? 

Heute werden zwei Ausbildungswege angeboten:

als mehrjähriges, berufsbegleitendes Studium unter der Voraussetzung einer abgeschlossenen physiotherapeutischen oder humanmedizinischen Berufsausbildung oder als fünfjähriges Vollzeitstudium. In der Schweiz weist zurzeit der Trend klar in Richtung akademisch-universitäre Vollzeitausbildung. Die Ausbildung schliesst mit einer osteopathischen Diplomarbeit ab. Erfolgreiche Absolventen erhalten den international anerkannten Titel „Osteopath D.O.“

 

Diese Fragen wurden durch den Schweizer Verband für Osteopathie (SAOM) beantwortet.

Was ist Osteopathie? 

 

Die Osteopathie versteht sich als ganzheitliche Ausrichtung der manuellen Medizin (manus = lat. die Hand), d.h. der Osteopath therapiert ausschliesslich mit seinen Händen.

 

Häufig wird die Osteopathie auch mit dem Begriff „Sanftes Heilen mit den Händen“ umschrieben.

 

Dabei ist die Osteopathie weder Massage, noch Chiropraktik oder Physiotherapie,

sondern eine systemische Therapieform,

die den Menschen aus einer ganzheitlichen Sicht betrachtet, und die gegenseitige Interaktivität aller wichtigen körpereigenen Systeme (wie Muskeln, Sehnen, Gelenke, Knochen, Schädel, Wirbelsäule, Organe, Nerven, Bindegewebe, Fasziennetz,

Blut- und Lymphesystem) berücksichtigt. 

Wie arbeitet der Osteopath/die Osteopathin?

 

Am Beginn einer Behandlung versucht

der Osteopath im Rahmen der Anamnese (Befundaufnahme) allfällige Körperblockaden, Bewegungsstörungen

und beeinflusste Bewegungsfrequenzen

zu eruieren.

Er ertastet den gesamten Körper und 

sucht nach der eigentlichen Ursache für allfällige Verspannungen, Asymmetrien

des Knochenbaus und Immobilitäten.

 

Anschliessend setzt der Osteopath

mit Fingerspitzengefühl, Konzentration und exakten Kenntnissen von physiologischen und anatomischen Zusammenhängen gezielte manuelle Impulse zur bestmöglichen Wiederherstellung der Mobilität (Bewegung) und zur Förderung

der körpereigenen Selbstheilungsprozesse.

 

Der Osteopath versucht dabei immer,

der eigentlichen Ursache des Problems

auf den Grund zu gehen. Somit ist die Osteopathie keine symptomatische Behandlung, sondern eine ganzheitliche Therapiemethode.

Unter der Annahme, dass Bänder, Muskeln, Nervenstränge, Organe und Knochen miteinander verbunden sind, kann es

zum Beispiel vorkommen, dass der Patient Schmerzen an einer bestimmten Körperstelle hat, der Osteopath jedoch

einen – auf den ersten Blick! – völlig anderen Körperbereich therapiert. 

Adressen/Links

www.osteopathes-suisses.ch

Schweizerischer Verband der Osteopathen. Auf der Website finden Sie Informationen zur Osteopathie und haben die Möglichkeit, einen Osteopathen/eine Osteopatin in ihrer Region zu finden.

www.vaos.ch

Vereinigung akademischer OsteopathInnen Schweiz. Die Vereinigung akademischer Osteopathen vertritt akademisch ausgebildete OstheopatInnen der Schweiz. Auf der Homepage finden Sie eine Therapeutenliste welche nach Regionen geordnet ist.

Buchtipp

Osteopathie - So hilft sie Ihrem Kind.

Christoph Ewiger, TRIAS Verlag

ISBN 978-3-8304-3289-0