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Wie fühlen sich die Eltern?

...und wo bitte bleibt das Glück?

 

Heutzutage planen wir das Kinder haben. Wir entscheiden uns meist aktiv dafür. Wir freuen uns auf das kleine süsse Wesen,

das wir uns so sehr gewünscht haben. Wir erwarten, dass unser Leben nun vollkommen ist.

 

Das kleine süsse Baby entpuppt sich aber nach ein paar Tagen oder Wochen als kleines Schrei-Monster und bringt uns an unsere physischen und psychischen Grenzen. 

 

Das Leben mit dem Neugeborenen ist anders als es wir uns vorgestellt haben. Es ist anders als es in den Babybüchern und Medien gerne dargestellt wird.

Wir sind enttäuscht und können nicht fassen, dass sich das erwartete Glücklichsein nicht einstellt. 

Bin ich eine gute Mutter? Wieso kann ich mein Kind nicht beruhigen? 

 

Unser Mutterbild ist geprägt von immerwährender Liebe, ständiger Bereitschaft zu geben, von Zärtlichkeit und Selbstaufopferung. Das ist ein unerfüllbares, romantisiertes Ideal. Kein Wunder, dass wir uns wie Versagerinnen vorkommen, schreibt Sheila Kitzinger in ihrem Buch 'Wenn ein Baby weint'.

 

Wir wollen perfekte und entspannte Mütter und Väter sein! 

Wir wollen unser Kind  in einem glücklichen, zufriedenen Umfeld aufwachsen lassen und es für das Leben vorbereiten!

Wenn unser Baby dann nur schreit und wir nicht in der Lage sind, es zu beruhigen, sind wir stark verunsichert.

 

 

Schwierige Gefühle 

 

Bedenkt man noch die Müdigkeit des ständigen Schlafentzugs,

ist es nur normal, dass wir uns hilflos und gestresst fühlen und wütend werden. Und dass wir dann vielleicht auch "schwierige", gesellschaftlich tabuisierte Gefühle dem Kind gegenüber hegen.

Sich selber diese Gefühle zuzugeben, sie zu akzeptieren und

sie gar öffentlich zu kommunizieren, fällt uns enorm schwer.

Wir schämen uns, weil wir dem Bild, das wir von uns haben 

nicht (mehr) entsprechen können.

 

Wir sollten doch froh sein, schliesslich haben wir ein gesundes Kind!

 

Die gesellschaftliche Erwartung und unser eigener Druck glücklich und zufrieden sein zu müssen lastet schwer auf uns. Wir dürfen im Zusammenhang mit Babys und dem Muttersein keine negativen Gefühle haben! Und wenn wir sie haben, dürfen wir sie nicht zugeben und äussern. 

Im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und erster Babyzeit wird viel schöngeredet, bagatellisiert, beschwichtigt

und verschwiegen.

Was werden die Leute sagen, wenn ich mein Baby nicht beruhigen kann?

Der Frust und die Verunsicherung kann sich noch steigern,

wenn es den Anschein macht, dass alle anderen Familien nur zufriedene Babys haben. 

 

Die betroffenen Mütter ziehen sich nicht selten zurück und fühlen sich einsam. Dies auch, weil sie sich kaum noch an die Öffentlichkeit wagen: Was, wenn das Baby beginnen würde zu brüllen...im Bus oder während dem Einkaufen...

Diese Angst nach draussen zu gehen ist verständlich. Weiss doch

jede(r) von uns einen ungefragten Rat zu einem schreienden Baby.  Schreiende Babys wecken in uns Menschen das Bedürfnis, 

zu helfen. Wir möchten etwas tun, um das Unbehagen des Babys,

und das eigene Unbehagen, welche das Schreien auslöst, 

zu beenden. 

Von gutgemeinten Ratschlägen

umzingelt...

Hat das Baby Hunger?

Friert es?

Du müsstest doch nur...

Kein Wunder wenn du...

Lass doch mal... 

 

Solche (ungefragten) Kommentare oder Ratschläge werden von Eltern eines schwer zu beruhigenden Babys oftmals nicht als hilfreich und unterstützend empfunden. Denn sie implizieren direkt

oder indirekt, dass die Eltern die Bedürfnisse ihres Kindes nicht erkennen.

Oder dass das Baby schreie, weil die Eltern von irgendetwas zu viel oder zu wenig machen würden. Oder halt einfach zu "kompliziert" seien und entspannter

sein sollten.

 

Als Folge fühlen sich die Eltern

verunsichert und unfähig. Wenn wir uns unsicher, hilflos, gestresst, wütend und unfähig fühlen, dauert es nicht lange bis sich Schuldgefühle breit machen.

Wieso packe ich das nicht? Warum können das die anderen und ich nicht? Bin ich als Mutter unfähig? 

 

Nein! Sie machen nichts falsch! Im Gegenteil! Sie sind eine wunderbare Mutter! Sie sind ein toller Vater!

Sie leisten enorm viel! Häufig kennen die Eltern eines "besonders liebesbedürftigen Babys" ihr Kind sehr genau. Sie werden sozusagen 

"gezwungen", sich mit den starken Bedürfnissen ihres Babys auseinanderzusetzen. Was eine grosse Präsenz und Aufmerksamkeit erfordert!

Liebe Eltern

 

Es ist wichtig, dass Sie gut auf sich selber achten! Das Baby bedarf Zuwendung und Geborgenheit, die Eltern jedoch auch.

Achten Sie bitte auf Ihre Grenzen! Mögen Sie noch? Wann ist genug? Es nützt Ihrem Baby nichts, wenn Sie bis zur totalen Erschöpfung durchhalten.

Sorgen Sie dafür, dass Sie die Stressspirale durchbrechen können, indem Sie sich Hilfe holen! 

 

Diese Therapiemethoden sind Möglichkeiten zur Unterstützung, welche es für Sie als Mutter und Vater, sowie auch für Ihr Baby gibt.